Palindrom

Ein Palindrom (von griechisch Παλίνδρομος  (palíndromos) „rückwärts laufend“) ist eine Zeichenkette, die von vorn und von hinten gelesen gleich bleibt. Palindrome müssen nicht immer einen Sinn ergeben, die Zeichenkette muss allerdings von vorne nach hinten und von hinten nach vorne bezüglich der Reihenfolge der verwendeten Zeichen übereinstimmen.

Darüber hinaus werden auch Wörter, Wortreihen oder Sätze als Palindrome bezeichnet, die rückwärts gelesen einen Sinn haben (wie zum Beispiel die Worte Lager – Regal).[1][2][3] In diesem weiteren Sinne ist das Palindrom eine spezielle Form des Anagramms. Verwandt zum Palindrom ist das Ambigramm, bei dem sich meist nach einer 180°-Drehung noch dasselbe Wort ergibt.

So beschränkt das bei Palindromen zugrunde liegende Spiegelprinzip auch scheint, in ihrem Gebrauch und Variantenreichtum erweisen sie sich als äußerst vielseitig. Breitete man eine literarische Landkarte vor seinem geistigen Auge aus, fände man darauf jedoch nur vereinzelte Punkte, die weit verstreut liegen. Es zeigt sich darin keine einheitliche Entwicklungslinie, eher ein Sprachphänomen, das quer durch die Jahrhunderte und Gattungen geistert. Ein weitläufiges Areal mit spärlichen Fundorten. Dieser Wegweiser kann dabei helfen, das Augenmerk gezielt in verschiedene Richtungen zu lenken:
1. Organisation (Buchstabe, Silbe, Wort, Satz)
2. Aufbau (Einzeiler, Strophe, Fließtext)
3. Verwendung (exemplarisch, systematisch)
Für spannende Überschneidungen sorgen die Palindrome auf ihren verschlungenen Pfaden dann schon von selbst.

Satzpalindrome bestehen aus einer spiegelbildlichen Anordnung der Zeilenfolge. Als Stilmittel fand dieses Prinzip bereits im Mittelalter Anwendung, z.B. bei Walther von der Vogelweide (L 87,1 – 88,8) oder in der Carmina Burana:

Chume, chume, geselle min,
ih enbite harte din!
ih enbite harte din,
chum, chum, geselle min!

Quellenangabe:
wikipedia und experto.de

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3 Kommentare zu “Palindrom

  1. Ich biete dir den Riesen „Mutakiririkatum“ an. Meine Wunschenkelin musste in der 1. Klasse grade das Gedicht lernen (von wem, weiß ich nicht), wo der Kerl drin vor kam.
    LG Clara

    • Hallo liebe Clara…ja da hast du recht,das ist dann ein Buchstabenpalindrom…

      lieben Dank für deinen Kommentar und das Kindergedicht ist wirklich ganz reizend

      Grüssle Sterntalerchen

  2. Ach, als begeisterte „Palindromsammlerin“ kennst du wohl das Gedicht von dem Riesen. Ich habe den Verfasser so oft gehört, und mir dennoch nicht gemerkt. – Ob ich etwa alt werde?
    Schöne Ostern wünscht Dir Clara

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