bewegendes

(mit freundlicher Zustimmung von Timo)

Theodor Däubler (1876 – 1934)

Die Buche

Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das Laub.
Ich bin kein Baum mit sprechenden Gedanken,
Mein Ausdruck wird ein Ästeüberranken,
Ich bin das Laub, die Krone überm Staub.

Dem warmen Aufruf mag ich rasch vertraun,
Ich fang im Frühling selig an zu reden,
Ich wende mich in schlichter Art an jeden.
Du staunst, denn ich beginne rostigbraun!

Mein Waldgehaben zeigt sich sommerfroh.
Ich will, dass Nebel sich um Äste legen,
Ich mag das Nass, ich selber bin der Regen.
Die Hitze stirbt: ich grüne lichterloh!

Die Winterspflicht erfüll ich ernst und grau.
Doch schütt ich erst den Herbst aus meinem Wesen.
Er ist noch niemals ohne mich gewesen.
Da werd ich Teppich, sammetrote Au.

04.Juli 2011

Dass wir erschraken, da du starbst, nein,
dass dein starker Tod uns dunkel unterbrach,
das Bisdahin abreißend vom Seither:
das geht uns an; das einzuordnen wird
die Arbeit sein, die wir mit allem tun.

Rainer Maria Rilke

(04.07.07)

so fühlt es sich heute an…….

Septembergedanken

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

(Weisheit der Cree-Indianer)


Baumgebet

 

lass meine füße
in die erde wurzeln
und meine arme
in den himmel wachsen

lass mein herz
in bunten blüten träumen
und meine seele knospen treiben

lass jedes blatt
mich vor den mund nehmen
und etwas schmecken von dem morgen

lass meine haut
zu rinde heilen
und alte wunden sanft verharzen

lass neue äste
aus mir sprossen
und meine alten sterben

lass meinen leib
zum stamm gedeihen
und leben aus ihm sprießen

lass mich
in wildem garten wachsen
und meine krone nicht beschneiden

werner kallen

Augen auf



Sternengeflüster im August

Heute möchte ich euch einmal zeigen, wie schön und naturnahe ein Weg zum Arbeitsplatz sein kann, fern von Großstadverkehr, Hetze und Hupkonzerten

Die beste Medizin gegen Stress ist einfach die Natur genießen, offen sein für die vielfältigen Eindrücke die man “zu Fahrrad”
bekommen kann

Lehnt euch zurück und begleitet mich auf dem Weg vom Arbeitsplatz nach Hause

bitte Blumenwiese anklicken :-)


ganz relaxt

4. Juli

(Janine Grab-Bolliger / Bearbeitung: Joujou / pixelio.de)

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Dieses wunderschöne stimmungsvolle Bild aus Südafrika
lädt zum träumen ein

sei es vom WM Titel unserer Fussballnationalmannschaft
die wohl die Zahl Vier als die ihre auserkoren hat
oder von vier Wochen herrlichen Urlaubs an traumhaften Stränden.
Die Zahl Vier ist auch für die Bürger der Vereinigten Staaten bedeutungsvoll,
der vierte Juli ist dort der Independence Day oder Unabhängigkeitstag

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Der vierte Juli 2007 schreibt eine andere Geschichte

für viele Menschen ein Tag wie jeder andere……
für mich war es der Tag des Abschiedes…eines Abschieds ohne Wiederkehr
der Himmel dick verhangen mit grauen Regen- und Gewitterwolken,
Regen vom Wind gepeitscht als wolle er die Tränen im Gesicht wegwaschen

ein Tag der Ohnmacht

dazwischen Lichtblicke wie dieser, grade wie eine Botschaft zur Versöhnung…mit dem Schicksal?
mit dem “Himmel”? mit der Welt die mich vor Tatsachen stellte deren ich nicht bemächtigt
war sie abzuwenden oder zu ändern?
ein Wechselbad der Gefühle..anhaltend über Monate…Jahre

(Am Belchen hängen noch die Reste des Gewitters und von Westen scheint wieder die Sonne.
Aufgenommen von Sonja Grieger am 4. Juli 2007 um 20.45 Uhr.
mit freundl. Genehmigung aus Fotos der Landesschau)

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Heute schreiben wir wieder den vierten Juli, drei Jahre später

der Himmel sah heute ähnlich aus…die Ohnmacht ist einer tiefen Dankbarkeit gewichen
und vielleicht dem Bewusstsein unserer Vergänglichkeit und der Wichtigkeit des Augenblickes
des Glückes gesund zu sein, arbeiten zu können und zufrieden zu sein mit den Dingen
die man hat und die man mit allem Geld der Welt nicht kaufen kann.

Lasst uns wieder Werte leben und nicht blind und habgierig durch das Leben hetzen
jetzt und heute, weil es morgen schon vorbei sein kann

in diesem Sinne wünsche ich euch Lesern und Blogbesuchern
einen schönen Juli

herzlichst euer Sterntalerchen


Vielleicht bist du das Glühen
des neuen Tags am Horizont
das fröhlich bunte Blühen
das Frühlingswiesen innewohnt

Vielleicht bist du die Schranke
die mich vorm weitergehn bewahrt
der plötzliche Gedanke
den niemand zu verstehn vermag

Gewiss bist du das Sehnen
das so oft mein Herz bewegt
Verbundenheit mit jenen
die Zeit und Weg mit dir gehegt

Gewiss bist du die Dankbarkeit
die tief in meinem Innern weilt
unsterblich und für allezeit
Erinnerungen mit dir teilt